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Freitag, 14. November 2014

Phang Nga - Koh Samui

Von der Phang Nga Bucht bewege ich mich an die andere gegenüberliegende Küste Thailands, also von der Andaman See an den Golf von Thailand, um aus die Insel Koh Samui über zu setzen. Kombiticket Bus-Fähre war leicht zu organisieren und so stehe ich nach 3 Stunden Bus bereits knapp vor Ablegen der Fähre am Hafen nahe Suratthani's. 


Der Toyo nach Manchester ;-)


Ein Thongtew, so heißen die Sammeltaxi-Pickups, Regelmarke Toyota und mindestens 25 Jahre alt in erbärmlichem Zustand, ist mit fetter Aufschrift "Manchester City" versehen, was mich zu der gewagten Annahme verleitet, man könne es für eine Direktverbindung nach Europa besteigen. Route wahrscheinlich Teile der Seidenstraße, Dauer ca. 6 Wochen ;-)




Donnerstag, 13. November 2014

Phang Nga

Nach der zweiten Nacht Patong habe ich mich im Taxi zum Busbahnhof nach Phuket Town bringen lassen und saß schon kurze Zeit später im richtigen Bus nach Phang Nga. Phang Nga ist Bezirkshauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt 90 km oberhalb von Phuket an Phang Nga Nationalpark und Bucht. Die Landschaft mit ihren berühmten, aufragenden Kalksteinformationen ist ech beeindruckend und wollte unter die Lupe genommen werden. Ein Ausflug nach Hong Island mit dem gehipten "James Bond Felsen", durfte da natürlich nicht fehlen. 1981 drehte man dort den Streifen "Der Mann mit dem goldenen Colt", alias Christopher Lee und als Bond Roger Moore. 

Hong Island - James Bond Felsen



Nachdem ich am ersten Tag mit dem Mietroller die Gegend rund um das provinzielle Phang Nga erkundet habe, buchte ich für den Folgetag einen Halbtagesausflug per Longtailboot durch die Inselwelt der Bucht. 
Viele Touristen sieht man im Ort nicht, denn och sitzte ich morgens gleich mit zwei deutschen Pärchen und einem spanischen im Boot und wir schippern mit sehr gemächlicher Geschwindigkeit durch die Mangroven, vorbei an einem auf dem Wasser liegenden Stelzendorf mit muslimischer Bevölkerung und eigener Moschee, durch eine Grotte und immer zwischen den tollen Gesteinsformationen. Das Aufkommen von Ausflugsbooten ist schon gewaltig, denn hier kannst du von allen Seiten aus hingeschippert werden. Aus ganz Phuket und von der Seite Krabi, werden Touren angeboten. Wir haben Nebensaison ! Will gar nicht wissen, wie es um Weihnachten hier gefüllt ist. Dennoch eine schöne, entspannende Geschichte mit einem James Bond Felsen, der aufgrund der Massen viel von seiner Ausstrahlung einbüßt.

  

Montag, 10. November 2014

Makassar-Jakarta-Phuket

Mein Flug von Makassar/Sulawesi nach Jakarta/Java mit Garuda Indonesia ging reibungslos von statten und auch der Anschluss Jakarta nach Phuket/Thailand hat problemlos funktioniert. Sobald man bei Ankunft das Gepäck auf dem Laufband entdeckt ist alles in Butter.

Patong - Bangla Road


Auf Phuket hatte ich ein Hotel für 2 Nächte am Patong Beach gebucht und einen Abholservice vom Airport beantragt, da die Ankunft erst um nach 20 Uhr war und ich nicht noch lange mit der suche nach Busverbindungen verbringen wollte. Taxi man war da und in 40 Minuten ging es nach Patong. Nach einer Dusche habe ich mich zu Fuß aufgemacht, die legendäre Meile "Bangla Road" in Augenschein zu nehmen. Schon auf dem Weg dorthin wird einem schnell klar, wer in Patong Ferien macht und das der Ort in allen Belangen einem Ruf gerecht wird. Jedes meiner Vorurteile wird hier mehr als bestätigt. Die Realität in Patong ist noch vielfach grauenhafter. Sextourismus ist das Stichwort. Unansehnliche Typen mittleren und höheren Alters laufen massenhaft mit unverhältnismäßig hübschen, jungen Thaigirls durch die Gegend. Außerdem reichlich Russen, die ja üblicherweise nicht gerade zu einer angenehmen Atmosphäre beitragen und ein eigener Schlag sind. Unterm Strich kann ich diesen als Selbstversuch gedachten Stop als "gesehen und nie wieder", abhaken. Das Pattaya des Südens muß Mann und Frau nicht gesehen haben.   

Sonntag, 9. November 2014

Sulawesi - Makassar

Nachdem ja mein Baliaufenthalt ungeplant war, der Flug Java/Surabaya aber fest stand, flog ich also erst zurück von Denpasar nach Surabaya, um dann nach zwölfstündigem Stop weiter auf die Insel Sulawesi zu reisen. Die Zeit habe ich mir in der Stadt vertrieben.



Abends bin ich pünktlich um 20 Uhr in Makassar auf Sulawesi gelandet und von meinem Freund Sudi samt Familie abgeholt worden. Wir haben uns vor 2 Jahren auf Java bei der Besteigung des Vulkans Mt.Semeru kennen gelernt und waren seit dem über facebook in Kontakt. Er hat mich immer eingeladen und mir Unterkunft angeboten, wenn ich käme. Bis vor kurzem habe ich nicht damit gerechnet, dass wir uns wirklich nochmal bei ihm zuhause sehen. Riesen Freude bei der Begrüßung. Sudi hat extra ein Auto organisiert um mich ab zu holen. Er selbst besitz keines, was schon darauf hin deutet, das es in einfacheren Verhältnissen lebt.






Wir tuckern mit einer ziemhlich einfachen, altersschwachen Mühle ca. 30 Minuten bis in sein Heimatdorf im Bezirk Maros und stoppen an einem einfachen Gehöft. Beim Betreten der guten Stube ist bereits Abendessen für mich auf dem Boden serviert. Es gibt Fisch und Reis und die versammelte Manschaft ist gespannt darauf, ob es mir schmecken wird. Und wie es das hat !

Dorfhochzeit - Braut





Im fensterlosen Nebenzimmer liegt eine Matratze für mich bereit. Kein Ventilator, kein AC und gefühlte 40° machen mir etwas Angst vor der Nacht. Schnell merke ich, dass mir die Familie ihren Schlafplatz überläßt und selber auf dem gefließten Boden des Wohnraums auf einem Teppich schläft. Bin beschämt von soviel Gastfreundlichkeit. Nach dem Essen sitzen wir noch bei fast Vollmond etwas vor dem Hof und genießen das Wiedersehen, bevor mich die Müdigkeit übermannt und wir den Abend beschließen.

Camping




Nach heißer und unruhiger Nacht erwache ich um 6 Uhr als natürlich, bis auf den Hausherren, schon alle aktiv sind. Der schlummert noch in seiner Hängematte. Für mich gibt es Kaffee für die Lebensgeister ;-)

Sudi`s Tochter



Anschließend ein Bad, für das wir gemeinsam erstmal Wasser vom nachbarlichen Brunnen schöpfen. Mit Eimer und Kelle wird geduscht.

Lae Lae Island, ein paar Kilometer vor Mkassar

Mobiltelefonmäßig sind hier alle auf Blackberry unterwegs und so informiert Sudi alle Freunde, die auch damals mit auf Java am Semeru waren, dass ich da bin. Nach und nach tauchen sie bei ihm auf und ich begrüße sie, als hätten wir uns letzte Woche zuletzt gesehen. Danach geht es zu Sudi's Arbeitsstelle als Volontair bei der Feuerwache, wo ich vorstellig werden soll um für ihn und fur heute eine Freistellung von der Arbeit zu erwirken. Kein Problem hier. Als Ehrengast aus Europa klappt das ohne weiteres und ich muß mich mit 20 Leuten fotografieren lassen. Wir sind per Moped unterwegs und sammeln weitere Freunde ein um in einem Nationalpark mit Wasserfall zu fahren. Am Ende sind wir mit 9 Leuten und 5 Mopeds unterwegs und haben viel Spaß in einer beeindruckend schönen Landschaft. Nachmittags wird für Campung gepackt, denn wir wollen in den tollen Felsformationen unweit des Dorfes zelten.



Am Camp Ground wird Feuerholz gesammelt und dann gekonnt Maiskolben in der Glut zubereitet. Lecker ! Irgendwann nach Mitternacht schlafe ich unter dem Vollmond in wunderschöner Kulisse ein. Man erkundigte sich ständig, ob es mir denn gefalle. Immer mit der Frage: "Christian, happy ?". Antwort:"Yeah"! Das wurde in den nächsten Tagen zum gefügelten Wort und jeder fragte jeden immer und überall, happy ? ... um sich dann kollektiv tot zu lachen, herrlich !

Was soll ich sagen, wir haben noch zwei weitere tolle Tage miteinander verlebt und waren immer von einem Schwarm der Freunde umgeben, die ich alle sehr mag. Um so schwerer viel der letzte Abend, der einfach nicht enden sollte. Wir saßen bei einer der Schwestern von Sudi`s Frau auf Bambusmatten unter Palmen und bekamen frittiertes Reisgebäck mit scharfem Dip gereicht. Dazu immer noch fast Vollmond und die laue Luft. Irgendwann nach Mitternacht rief dann aber doch das Bettchen und ich mußte mich von allen wehmütig verabschieden.

Nur Sudi und Ivan haben mich morgens samt Familie im wieder organisieren Auto zum Flughafen gebracht. 8 Uhr los, 10.50 Uhr Takeoff in Makassar.

"See you next time!" Es war großartig, herzlich und unglaublich liebevoll und gastfreundlich. Danke Bruder ;-)

Donnerstag, 6. November 2014

Bali mit Marianne

Wie fasse ich 5 ungeplante Tage auf Bali zusammen ? Ok, ich weiß seit geraumer Zeit, dass eine sehr gute Freundin von mir auch zu dieser Zeit auf Bali im Hause Haus ihres Bruders sein würde, der geschäftlich dort viel im Batik-Bsiness zu tun hat. Ich habe also kurzfristig angefragt, ob ich mich dort einladen darf und bin schon einen Tag vor Marianne dort eingetroffen. 

Tempel Tanah Lot


Die folgenden Tage kann man einfach mit viel relaxen zusammenfassen. Selten so wenig getan und mich so unschuldig dabei gefühlt ;-)

Ok, den ein oder anderen Ausflug z.B. zum Offshore Tempel Tanah Lot per Moped haben wir dann doch gemacht und hatten eine prima Zeit, aber Nichtstun stand im Vordergrund. Ich kann Bali wie schon vor 2 Jahren nichts abgewinnen und hatte das Gefühl hier Zeit ab zu sitzen. Woher kommt der Hipe ??? Ich weiß es nicht. Viel zu voll, grausam verbaut und nichts besonderes. Wer Thailand kennt kann sich Bali sparen oder kann nur enttäuscht werden.


"W-Hotel" die Nacht ab 600.- €
 
Bin dann als Mariannea Bruder eintraf nochmal zu dessen balinesischen Freund Sonny, in Aachen studiert, umgezogen. Er hat genau 1 Zimmer mit Familienanschluß, mit zu benutzender Küche und super Lage im Angebot. Klasse ! Sonny hat mich dann auch persönlich morgens um 5 Uhr zum Flughafen gefahren. Aprospos Flughafen, ich habe nach Ankunft auf Bali die Überreste meiner Flugausrüstung und meine Spiegelreflexkamera nach Hause geschickt und mußte dazu auch mit dem Moped zum Airport, um das Ganze bei DHL zum Export zu klären. Bin jetzt 13.61kg und 201 € leichter. Da fällt sprichwörtlich eine Last von den Schultern.

Montag, 3. November 2014

Seminyak - Bali

Nach nur einer Nacht war bereits Umzug ins Haus des Bruders meiner Freundin Marianne angesagt, der hier Teile des Jahres verbringt und im Batik-Business mit Bekleidung unterwegs ist. Er selbst kommt morgen aus Bangkok zurück. Anhand der Adressangabe war es schwierig das richtige Haus zu finden, es gelang mir aber mit ein wenig Glück, weil ich im garten bereits Mariannes Stimme vernahm. Große Freude, sich so fern der Heimat in die Arme zu fallen. 

Villa Aora bei Marianne

Die Hitze lähmt einen schon gewaltig und führt zu einer gewissen Trägheit, die mich aber momentan überhaupt nicht stört. Der Tatendrang ist eingedämmt. So lassen wir die tage dahin plätschern, erfreuen uns des Nichtstuns und genießen die gemeinsame Zeit. Der Start des Abends gehört dem Sonnenuntergang. Den genießen wir immer in komfortable Sitzsäcke gebettet am Strand und lassen es uns gut gehen. Ich bin im Augenblick selber überrascht, dass mir dieses ganze Tourigewusel gerade nichts ausmacht. Wohl weil ich weiß, es ist nur für eine begrenzte Dauer. Wir machen hier also weiter das Gegenteil von Carpe Diem ;-)

Habe Wellenreiten versucht aber der Gaul wollte nicht ins Wasser

Heute habe ich Ballast abgeworfen. Ich habe neben der Flugausrüstung noch hammerviel Equipment mit geschleppt. Spiegelreflexkmeraausrüstung plus die neue, kleinere Sony. All das war hauptsächlich für die Action auf Java dabei und wird jetzt in dem Maße nicht mehr gebraucht. Also ab mit dem vollgestopften Flugkoffer (wie überflüssig ohne Copter!?) ab zu DHL und heim schicken.

Dummerweise muß ich dafür mit dem Moped bis zum Airport nach Denpasar fahren, da aufgrund des Inhalts ein Security-Check notwendig ist. Hier klappt aber alles ganz gut. Ab auf die Waage, viel Papierkram und viele Euros gehen über den Tisch. Ich reise jetzt um 13.61 kg und 201.- € erleichtert. 
Ist aber wohl die beste Lösung. was soll ich das Zeug jetzt noch wochenlang mit mir herum schleppen ?

Die Fracht

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Planänderung

Warum war ich nochmal nach Indonesien gekommen ? Ach ja, Multicopter fliegen. Der Wunsch war ja meine bereits vorhandenen fotografischen Ergebnisse durch Luftaufnahmen ab zu runden und mit dem Fluggerät an den beiden Locations Bromo und Kawah Ijen noch einmal aktiv zu sein. Da sich der Bromo nun als sehr besitzergreifend herausgestellt hat und ich ohne Bärbel (mein Multicopter), nicht mehr die große Lust und Energie habe, die anstrengende Tour zu den Schwefelminen am Kawah Ijen zu machen, habe ich alles neu überdacht und umgeplant.

Bye bye Java


Ich fahre direkt vom Bromo über Probolinggo zur Fähre nach Banyuangi und setze nch Bali über, Ab übermorgen ist meine Freundin Marianne dort und wir können uns im haus ihres Bruders dort ein paar schöne Tage machen. Also ab in den "Local Bus", 8 Stunden bis Fährhafen, dann übernachten im einfachsten Guesthouse der Welt und zu Fuß am nächsten Morgen zur ersten Fähre des Tages nach Bali/Gilimanuk. Nochmal 4.5 Stunden Bus und eine Stunde Taxi bringen mich nach Seminyak in das Mallorca für Aussies und Surfer aus aller Welt.

Sundowner


Nach dem nicht vorhandenen Komfort der letzten Tage, kostet es mich keine große Überwindung, es mir mal gut gehen zu lassen. Eingecheckt im "Ananda Resort&Spa". Eine ganze Hütte in Form eines Gartenbungalows nur für mich allein :-)