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Donnerstag, 14. November 2013

One Night In Bangkok



Am 13.11. bin ich von Siem Reap / Kambodscha zurück nach Bangkok geflogen und habe mich dieses Mal im geschäftigen Sukhumvit-Viertel eingemietet. Am vorherigen Abend hatte ich mich noch zwei Jungs aus meinem Guesthouse zu einem Zug durch die Pub Street in Siem Reap angeschlossen. Mark aus Chicago und Peter aus St. Wendel in Süddeutschland. Peter war auf dem selben Flug wie ich zurück nach Bangkok gebucht und musste aber am Abend noch zurück nach Deutschland. Um seine Transferzeit von mehr als 9 std. etwas angenehmer zu gestalten habe ich ihn noch mit in mein Hotel genommen, ihn in der Gegend herum geführt und eine Dusche vor dem Heimflug ermöglicht. 20 Uhr düste er dann ab um mit Zeitpolster seinen Flug kurz vor Mitternacht zu erreichen. In der engen Air Asia Maschine aus Kambodscha habe ich mit irgendwie das Bein verdreht. Ich glaube ich habe Jetleg !
























Im Vietel Nana an der Sukhumvitroad tauchen wie nirgendwo sonst in Bangkok geballt Ladyboys auf, die fotografisch schon bei den letzten Besuchen in Thailand eine große Faszination auf mich ausgeübt haben. Deshalb habe ich mir zu später stunde noch die Kamera geschnappt um diese Ladies die eigentlich Boys sind ab zu lichten. Kein einfaches Unterfangen, weil viele strickt gegen Fotos sind oder es eine Weile Smalltalk bedarf bis Bereitschaft da ist. Eigentlich seltsam, weil es kaum extrovertiertere Geschöpfe gibt als Ladyboys.




































Naja, "Gut Ding" will Weile haben und so hat die Weile dann bis ca. 3:30 Uhr gedauert. Früh aufstehen wollte ich ja so wie so nicht ;-) Ursprünglich wollte ich in dieser Gegend mit vielen 30-50 stöckingen Gebäuden auch mal einen Flug absolvieren und hatte geplant bei Dämmerung von einer Dachterasse aus zu starten um möglicht auch unentdeckt zu bleiben.Ich habe einige der dafür infrage kommenden Hotels ab geklappert, bin aber abgewiesen worden. Vielleicht auch ganz gut so. Wer weis, wie teuer es geworden wäre, wenn mich die Polizei gestellt hätte. 


























Am Nachmittag habe ich nämlich 2000 Bath = 50 € zahlen dürfen, weil ich erwischt worden bin als ich eine Zigarettenkippe auf die Straße geworfen habe. Abzocke ! Lediglich meinen Namen habe ich auf einem in Thai gedruckten Zettel samt Unterschrift hinterlassen müssen und man meinte sinngemäß, ich hätte noch Glück gehabt denn eigentlich würde es 10.000 Bath kosten. Da machste nix. Das Geld geht natürlich direkt in die Tasche der Polizisten.

Dienstag, 12. November 2013

Ruinenflüge Teil 2

Für heute hatte ich beschlossen etwas Schlaf nach uu holen und erst am Nachmittag erneut durch die Ruinen zu fliegen. Diesmal aber immer nur mit offizieller Genehmigung und reduziertem Risiko. Das ganze per Tuk Tuk, die speziell kambodschaniche Art der Motorrikshaw bei der ein überdachter Personenanhänger vom Moped gezogen wird. Die Verhandlungen für den Halbtgagestrip gestalteten sich schwierig, konnten aber zur Einigung führen. Also ca. 1 Uhr los zum Tempel Ta Keo. Dieser ist zu großen Teilen eingerüstet. Man ist mit Restaurierungsarbeiten beschäftigt. Ein guter Driver hätte mir das vorher sagen können aber meiner... also alternativ zu zwei kleineren Tempeln unweit davon. Hier gab es ohne weiteres Erlaubnis und es gab wenige Besucher. Sehr schön. Es müssen eben nixht immer nur die Highlights sein.

Ta Keo mit mir unten links ;-)






















Ein Highlight ist aber sicher der Tempel 'Ta Phrom' . Der stand als nächstes auf dem Programm. Direkt am Eingang habe ich die für alles zu ständige  Apsara Organisation kontaktiert, die mich dann an die Polizei verwies, von der ich dann zur Apsara zurück geschickt wurde. Wir haben uns dann darauf geeinigt, das Bärbel ja nur ein Spielzwug ist und die Kamera sooo klein. So durfte ich nun offiziell zumindest von außen an den Tempel aller Tempel heran fliegen. Auch diese Ruine bedindet sich wie schon vor 2 Jahren in Restaurierungsarbeiten, die gute Aufnahmen im inneren fast ausschließen. So sind ein paar gute Flugszenen eingefangen.

Süsse Lady der Apsara Organisation



"Tomb Raider Tempel" Ta Phrom mit großer Baustelle im Inneren


Montag, 11. November 2013

Angkor

Der Wecker ging um 4:45 Uhr und ich war wirklich vesucht ihn zu ignorieren aber Bärbel wollte auch raus und war begierig auf Flüge über die weltbekannten Ruinen. Also den alten Drahtesel geschnappt, der theoretisch über 18 Gänge verfügt, von denen aber nur einer funktioniert und den ich im Laden einer Zehnjährigen verkaufen würde. Ähhh!!!

Phrea Lay





















5:40 Uhr war ich dann startklar, als Angkor Wat bei beginnendem Tageslicht vor mir lag. Als es die ersten Anzeichen von "Sonne bricht durch den wolkigen Himmel" gab, hob ich ab und habe einen Dreiminutenflug absolviert, bevor ich von offizieller Seite zu Landung gebeten wurde. Das sei nicht ok und ich solle ihnen die Speicherkarte mit dem erstellten Material aushändigen. Nach viel hin und her, so wie meiner Beteuerung sofort von dannen zu ziehen hat man mich wider Erwarten entkommen lassen. Im Grunde habe ich fast mit so etwas gerechnet aber gehofft es möge nicht passieren. Nach diesem Dämpfer für meine Vorhaben will ich mich jetzt nur noch auf weniger besuchte, abgeschiedenere Plätze konzentrieren und gegebenen Falls nach Genehmigung fragen.

Angkor Wat Sonnenaufgang



GoPro Zeitraffer auf Eieruhr montiert.

So ist es dann auch den weiteren Vormittag gelaufen und ich bin noch an drei anderen mir bekannten Tempeln teilweise ganz allein zum Zuge gekommen. Mittags waren dann nicht nur alle 6 Flugakkus leer sondern auch meiner. Noch keine Zeit zum frühstücken gehabt. 3L Wasser und einen fürchterlichen Kaffee an einer Straßenbude getrunken. Also Frühstück um 13 Uhr - Mittagsschläfchen.

Angkor Wat Ostseite





















Samstag, 9. November 2013

Cambodia

Part 1

"Fly to Cambodia" sang seiner Zeit die gute Kim Wild und leider am Ende auch "lost inside Cambodia". Ich hoffe das passiert mir nicht...

Meine Tage in Bangkok sind nun erst einmal gezählt. Heute stand ein Ortswechsel nach Siem Reaap / Kambodscha auf dem Programm. Der dritte Besuch des einstmals unscheinbaren Ortes, der sich durch die rasant gestiegene Popularität des Weltkulturerbes Angkor explosionsartig entwickelt und vergrößert hat. Zum einen kann ich mich an den Tempeln von Angkor kaum satt sehen und bin natürlich auch gespannt auf Bilder aus neuer Perspektive, zum anderen hängt da noch eine persönliche Geschichte an diesem Ort. 

Als ich 2008 zusammen mit meinem Freund Peter den ersten Besuch machte, fotografierten wir entlang eines Flusses eine siebenköpfige Familie in einer einfachen Bambushütte und hatten einen netten Kontakt mit aufgeschlossen Menschen, die sich unser Interesse an ihnen wohl kaum erklären konnten. Als ich 2011 zum zweiten Mal die Stadt besuchte hatte ich Fotos der Familie dabei mit der Idee die Hütte erneut auf zu suchen und den Menschen mit den Bildern eine Freude zu bereiten. Trotz zu dieser Zeit komplett überfluteten Flussufers fand ich exakt die Stelle an welcher die Hütte stand. Sie war einfach weg. Nachbarn wussten zu berichten, dass die Familie genötigt worden war den Standort zu verlassen und nun weiter außerhalb wohnte. Ich könnte die Bilder "zur Weiterleitung" dort lassen versprach man. 

Mit wie viel Aussicht auf Erfolg der Lieferung wusste ich nicht ein zu schätzen. Bilder also mit schönem Gruß sowie Kontaktadresse beschriftet und abgegeben. Wochen später bekam ich eine Email vom ältesten Sohn der Familie, der mittlerweile auf ein College ging und sich überschwänglich für die Fotos bedankte. Seit dieser Zeit rissen die Nachfragen, wann ich denn mal wieder käme nicht ab. Der Kontakt intensivierte sich, Facebook sei Dank ;-) und ist eine Gelegenheit gekommen einen weiter Besuch in die Tat um zu setzen. So haben wir uns verabredet, seine Familie wohnt derweil wieder näher bei, so dass ein wiedersehen in Aussicht steht. Ich freue mich und bin gespannt.

Part 2
3:15 Uhr im Bett, die Polen waren Schuld ;-) 5:00 Uhr wieder aufstehen und zum Airport hasten. Was ein Lebenswandel. Das soll Urlaub sein? Nach anstrengendem einstündigen Flug mit einem Mopedtaxi und 32 kg Gepäck ins "European Guesthouse" gefahren, wo ich bereits angekündigt bin. Alles bestens und ich kann direkt nach dem Einchecken meinen kambodschanischen freund Heng kontaktieren, ihm meine Adresse mitteilen. Kaum eine halbe Stunde später steht er vor meiner Tür.

























Nach herzlicher Umarmung und reichlich Informationsaustausch fahren wir auf seinem Moped in die Stadt. Er hat sogar die Bilder dabei, die ich 2011 mitgebracht habe. Es geht ins örtliche Krankenhaus, wo seine Mutter auf eine Kehlkopfoperation Anfang nächster Woche wartet. Heng`s Schwester ist auch schon da. Auch hier ist die Wiedersehensfreude groß und wir erinnern uns gemeinsam an die damaligen Geschehnisse. Die Hütte ist einfach von der Regierung ersatzlos platt gemacht worden, weil man an der Stelle nun eine Park ähnliche Anlage errichtet hat. Niemand wurde entschädigt. 
























Heng ist nur mal von der Arbeit geflüchtet um den Besuch bei mir und seiner Mutter machen zu können. Nach einem gemeinsamen Drink muss er wieder los und wir schauen mal, wann wir uns wieder treffen können.
























Da soll sich doch in Deutschland niemand mehr über Dreibettzimmer beschweren...

Freitag, 8. November 2013

Bank hock

Um gleich mal den Titel des Post klar zu stellen gibt es das erklärende Bild dazu ;-)

...me and Kermit down by the school yard

























Der heutige Tag war ein planloser. Keine fixen Vorhaben, späteres Frühstück nach langer Nacht mit sehr sympathischen, polnischen Reisenden, die mich direkt nach ihrer Ankunft beim Essen aufgegabelt hatten. Ich habe ein wenig "Khaosan Guide" spielen dürfen und wurde letztlich noch auf ein Fläschchen mitgebrachten Wodka eingeladen. Wie hätte es auch anders kommen sollen...

Den ganzen gestrigen Abend über hat es geregnet und auch heute erst in den späten Morgenstunden aufgehört. Auch ein Grund langsam gehen zu lassen. Nachdem es trocken wurde habe ich mich zum Fluss auf gemacht um an einer der Brücken nach einem Startplatz zu suchen, diesen auch gefunden und beschlossen am Nachmittag dorthin zurück zu kehren. Auf dem Weg zurück über das Gelände der University of Technology haben Kermit und ich dann eine Pause gemacht. Bank hock!























Mehr zufällig fand ich dann später noch das kleine Tai Boxing Gym bei mir um die Ecke. Die Flugaktion musste ich leider abblasen, weil es wieder zu tröpfeln begann und der Wind so start auffrischte, dass ich es einfach zu riskant gefunden habe. Sicherheit geht vor, gerade im Flugverkehr.
























Das Thai Gym war mehr als eine gute alternative den Nachmittag zu verbringen. Tolle Atmosphäre nette Leute und spannende Motive. Auch als Tourist kann man sich hier für Trainingseinheiten einschreiben. 500 Bath = 12.50 € um sich 2 Stunden unter fachmännischer Anleitung schinden zu lassen. Zwei Aussies taten das auch. Mir lief es schon beim Zuschauen herunter. Auch eine Thai-Lady war im Ring und stand in Aktivität den männliche Kollegen nicht nach. 


























Am Ende zeigt sich "früh übt sich, was ein Meister werden will", dies bewiesen eindrucksvoll die jüngsten unter den Sportlern. 




Donnerstag, 7. November 2013

Bangkok Biking

Vor Jahren hatte ich vor dieser Bangkok Biking Geschichte gelesen und mittlerweile auch schon andere begeistert, konnte die dann selber nie in die Tat umsetzten. Deshalb schon vor Wochen gebucht um den Umsetzungszwang zu erhöhen und die Sache von der "To Do Liste" streichen zu lönnen. Heute war dann der Kleingruppen-Trip mit dem Titel "Colors of Bangkok" angesagt.

Quer durch die halbe Stadt gestaltete sich die Anfahrt etwas schwierig, zumindest dann, wenn man auf Taxis verzichten wollte. Kurz vor knapp war ich aber rechtzeitig vor Ort und die Gruppe zusammen gewürfelt aus Deutschland, Holland, Canada und der Schweiz legte auf passablen Rädern los ein Bangkok abseits der normalen Touripfade zu entdecken.
Relaxter Slum-Dog


Beginnend mit Hauptstraßengewusel biegen wir zügig in ruhige Seitenstraßen und Hinterhöfe ab, um schließlich in Gassen von Wellblechhütten zu enden, die kaum mehr als Lenkerbreite haben. Wir sind in den Slums. Wer jetzt gleich an Verhältnisse wie in Rio denkt und glaubt hier herrschten Gangs und drohe Gefahr, liegt falsch. Wie so oft in Asien liegen hier zwei Welten und Lebensstände Wand an Wand. Die Nachbarschaft ist ein Wohnblock gehobenen Standards. Es funktioniert ohne Neid und Konflikte.

Bevor wir die Leute vom anderen Ufer besuchen haben wir noch Gelegenheit einen Blick in die Salzfabrik zu werfen. Leider heute ohne laufende Maschinen, da es heute erneut Demonstrationen gibt und man kurzfristig dicht gemacht hat. Einen einsamen Arbeiter habe ich aber dennoch erwischt.
Arbeiter im Salzwerk





Bangkok Biking hat zu jeder Tour eine Bildergalerie auf Facebook gestellt. Fotos die der Guide während des Ausflugs geschossen hat.
In den Kokosplantagen am "anderen Ufer"






















Dann war Seitenwechsel angesagt. Mit Booten in denen unsere siebenköpfige Gruppe gerade Platz fand überquerten wir den Fluss Chao Phraya, um in das andere Bangkok zu gelangen. Die Bikes bekommen ein eigenes Boot. Kaum 300 m Luftlinie trennen hier Welten und wir befinden uns im Dschungel unter Palmen, wo die Menschen im Sumpf in Stelzenhütten leben. Über Betonstege radelnd erleben wir Ruhe, Abgeschiedenheit und drückende Schwüle. es beginnt zu regnen, was aber nicht wirklich unangenehm ist. Der Besuch eines der ältesten Klöster Bangkok`s beendet den Part auf dieser Seite. Als wir unsere letzte Station erreichen dämmert es bereits. Wir stehen vor einem Mini Thai Boxing Gym, das sich in einer kleinen Nische direkt an einer Hauptstraße befindet. Ein Boxring in einer Bretterbude deren Rückwand eine Mischung aus buddhistischen Reliquien, Königsbildern und Boxtrophäen ist. Sehr skurril. Der Betreiber ist ein ehemaliger Weltmeister. Leider waren keine Aktivitäten zu beobachten.

Bangkok Biking, das waren 5 kurzweilige und abwechslungsreiche Stunden, die ich sehr empfehlen kann. Werde mir für das nächste Mal noch die anderen Touren im Angebot anschauen.

Mittwoch, 6. November 2013

Maeklong Train Market

Der Maeklong Train Market oder auch Umbrella Market genannt, ist ein einzigartiges Schauspiel in einem 85 km entfernten Ort am Golf von Thailand. Ein vier mal täglich verkehrender Provinzzug fährt dort mitten durch einen Markt, der auf den Gleisen statt findet. Viel darüber gelesen und der Tatsache bewusst, dass es sich wohl höchst wahrscheinlich nicht mehr um einen Insidertip handelt, habe ich mir ein Taxi gechartert, um das Unikum zu beleuchten.

Größere Kartenansicht

während des normalen Marktbetriebes





















Kaum angekommen nähert sich auch schon durch lautes Horn erkennbar, der Zug. Nach Fahrplan viel zu früh. Völlig unvorbereitet gelingen aber dennoch ein paar Bilder von den in der Tat außergewöhnlichen Aktivitäten auf und neben den Gleisen. Nur die Schienenbreite der Schmalspurbahn ist wärend des laufenden Marktes frei und fungiert als Kundenlaufsteg. Die Marktwaren, fast ausschließlich Gemüse, Fisch und Flesich, liegen bis an die Schienen heran. Alles ist mit markisenähnlichen Planen und Schirmen überdacht. Naht der Zug wird blitzschnell sämtliche Ware entweder bei Seite gepackt oder auf Rollbrettern aus dem Gefahrenbereich gezogen. Flaches Zeug bleibt einfach liegen. Gleichzeitig klappt man das Dachwerk ein. Das alles passiert keine 50 m vor dem Zug. Ist der Express durch, läuft die ganze Prozedur in umgekehrter Richtung ab.
Achtung Zug !

























Die zweieinhalb Stunden zwischen dem Überraschungszug und dem nächsten habe ich mir mit einem Besuch beim Barbier, Marktstudien und einem Flug über Bahnhof und Marktgelände vertreiben können. Eine lohnende Aktion, die zudem nicht annähernd so stark besucht war wie gedacht. Zwischen den Zugankünften habe ich zeitweilig keinen anderen Touristen gesehen.