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Freitag, 21. November 2014

Haad Than Sadet

Ich habe mir ein Moped gemietet und einen Ausflug zum Haad Than Sadet und den MAI PEN RAI Bungalows gemacht. Hier war ich 2011 für ein paar Tage. Der Strand und die Unterkunft sind sehr abgelegen. Nur über eine raue Piste erreichbar und deshalb wenig frequentiert. Am Straßenausbau bastelt man offensichtlich mit schwerem Gerät, was das Ende der Ruhe von Than Sadet zur Folge haben wird. Per Auto kommst du hier nur mit Allrad hin. Solo auf dem Roller geht es so gerade eben. Tricky !

Blick auf meine Hütte

Blick von meiner Hütte



Ich beschließe am Folgetag hierher zu wechseln. Als ich am Abend im Baan Panburi von meinem Vorhaben erzähle, entscheiden sich Rachel und Rima es mir gleich zu tun und mit zu kommen. Das hat den Vorteil, sich die Kosten für den Pickup Truck teilen zu können. 10 Uhr soll`s los gehen. Thailändisch pünktlich um zwanzig nach taucht die Fahrerin mit ihrem ranzigen Toyo auf und schafft uns in einer knappen halben Stunde für pro Nase 200 Bath = 4 € zu den MAI PEN RAI BUNGALOWS an den Than Sadet Strand. Mai Pen Rai bedeutet übrigens "das macht nicht". Nichts machen tun hier auch die Angestellten. Eigentlich einziges Manko dieser Restauration. Zur Bestellungsaufnahme muß man nötigen und auch Freude neue Gäste begrüßen zu können, ist nur begrenzt zu erkennen. Gäste bedeuten Arbeit und die mag man hier nicht so. Einzig fleißig sind die "Little Burmagirls", wie ich sie nenne. Zarte Burmesinnen, die hier herum wieseln, in der Küche tätig sind und morgens den Strand fegen. Eben alles, was der Thai mittlerweile nicht mehr gerne macht. Leider sprechen die Girls nicht ein Wort Englisch, haben aber immer ein Lächeln auf dem mit Tanaka Paste eingeriebenen Gesicht, wenn sie mir ein Getränk bringen. Nice !



Genug der Beschwerde. Wahrscheinlich wäre es hier auch zu perfekt, wenn das auch noch alles vom Feinsten ist. Ich habe mir tags zuvor schon einen bestimmten Bungalow auf den Felsen ausgesucht, der auf einer windigen Ecke liegt und noch guten Blick auf den Strand bietet. Ist sogar ein "Family Bungalow", hat also vier Schlafplätze und kostet etwas mehr. Wir sprechen von einem Preis von 20 € pro Nacht für die ganze Hütte. What shall`s ? Ich fühle mich sofort wohl und lege mich erstmal in die auf der Terasse gespannte Hängematte. Urlaub ! Es sah den ganzen Tag nach Regen aus, hat sich aber nie zu einem Tropen hinreißen lassen. Nachmittag und Abend verbringe ich im Mai Pen Rai Restaurant am Strand bei Chillout Musik versuche ein paar Zeilen über das von der Geschwindigkeit und Stabilität steinzeitliche WLAN ins netz zu bringen. Wir sind halt am ADW, wer will sich da üer soetwas beschwere ? Das steht zumindest auf meiner Prioritätenliste nicht weit oben ;-)

Bewegung der Sternenhimmels in 2 Stunden


Das süße Nichtstun wird hier ganz schnell tagesfüllend. Vom Sonnenaufgang 6.15 Uhr zum Morgenschwimmen, ja ich war sogar im Wasser, zum zweiten mal nachdem mich Claudia auf Koh Samui schon einmal zum Schwimmen genötigt hatte, dann Frühstück am Strand und den Tag auf sich zu kommen lassen. Zack ist schon Mittag. Den Gedanken mit dem 10 Uhr Transfer nach Haad Rin zu fahren und sich dort mal wieder um zu sehen, hatte ich schnell verworfen. Viel zu stressig. Trubel habe ich früh genug wieder. Also weiter abhängen und allenfalls mal die Nachbarbucht Haad Thong Reng besuchen. 5 Minuten über den Hügel. Hier gibt es ein seit 2009 verlassenes Hütten Resort. Ein paar Thais haben 2 der Hütten besiedelt und der ominöse Klaus haust hier. Ich habe seine Hütte zufällig ausgemacht, denn beim Inspizieren der Häuschen war mir eine aufgefallen, die innen sehr gut in Schuß war, eine Matratze hatte und eine Kerze auf dem Boden. Klaus lebt hier angeblich seit 10 Jahren in der Gegend, kommt aus Deutschland und soll seinen Pass zerrissen haben, so erzählt man sich. Habe ihn später noch am Strand gesehen. Ein komischer, unsympathischer Vogel. Thong Reng ist immer noch das verlassene Paradies, wie ich es kannte. Kaum einer läuft hier mal die paar Meter herüber. Eigenartig aber gut so. Irgendwann ist dann auch schon Zeit für ein Mittagsschläfchen in der Hängematte vor meiner Hütte und anschließend verlangt der Magen nach Nahrungsaufnahme. Spicy Papaya Salad am Spätnachmittag oder so. Dazu einen Coconut-Milkshake und alles ohne Bares. Bezahlt wird am Ende alles zusammen mit der Unterkunft. Praktisch. 

Than Sadet



Haad Thong Reng


Es ist seit zwei Tagen sehr stürmisch. Wellen, wie ich sie in Thailand noch nicht gesehen habe. Das bringt einen Wind mit sich, der sehr angenehm ist. Warm genug ist es mit 28° Luft und 26° Wasser trotzdem. Dann sitzt du um 19 Uhr immer noch in der Strandbar, hast den Sonnenuntergang schon eine Stunde hinter dir und gefühlt ist es schon 22 Uhr. Ab 22 Uhr bin ich dann meistens der einzig verbliebene Gast und kann mich der und möchte die Stimmung am liebsten endlos genießen. Einmal habe ich bis 1 Uhr gesessen. 10 Minuten Fußweg mit Kopflampe zurück zu meiner Hütte on the Rocks, noch einmal kurz in die Hängematte und dann bei weit geöffneter Terrassentür und lautem Meeresrauschen einschlafen... Das könnte ich in dem Rhythmus eigentlich noch ne Woche durchhalten.



Moped Fahrt über die Insel von Süd nach Nord

Dienstag, 18. November 2014

Koh Phangan - Thong Noi Yai Pan

Nach einem letzten, gemeinsamen Frühstück mit Fruchtsalat und Müsli auf C&C's Veranda, ist Abschied angesagt. Von C&C und von Koh Samui. 9.30 Uhr Sammentaxi zum Fähranleger. 11 Uhr Überfahrt nach Koh Phangan. Etwas über eine Stunde dauert es, bis ich erneut nach 2011 am Pier von Thong Sala anlande. Ich muß zum komplett amderen Ende der Insel in den Nordosten und lasse mich von einem Mopedtaxi überreden ihm mein Vertrauen zu schenken. Bis skeptisch wegen des Gepäcks, aber er klemmt sich beinen Seesack rutiniert zwischen die Biene und ich muß nur den Fotorucksack aufnehmen. Die Strecke ist sehr bergig, das weiß ich und das 100ccm Motörchen quält sich ordentlich die über 10%igen Steigungen hoch. Vertrauen brauchst du dann bergab. ...in die Bremsen. Als hätte noch etwas gefehlt, beginnt es zu regnen und ich beantrage einen Stop an einer Thaiboxschule. Zufällig. Der Fahrer bekommt eine Cola spendiert und wir warten auf Wetterbesserung, die auch schnell eintritt. Weiter geht es ca. 10 Minuten bis zum nächsten Guß. Stop an einem Unterstand am Straßenrand. Ich räume mein gesamtes Gepäck aus, um an meine Windjacke und einen Poncho zu kommen. Der Fahrer soll den Poncho anziehen und ich dahinter die Windjacke. Er will aber nicht ! Er braucht nichts. Ob wir dann los könnten ? Ja, können wir. Es gießt richtig und wir fahren, ich unterm Ponch, weiter. Das Ding wirkt wie ein Bremsfallschirm. Mein Jockey fährt übrigens vorbildlich vorsichtig, nur während er noch in der linken Hand die Cola hielt und wir steil herunter fuhren, die rechte Hand nur an der Vorderbremse bei Nässe, da war mir unwohl. Metztlich hat er mich zielsicher bei den BAAN PANBURI Starhuts am Strand Had Noi Yai Pan abgesetzt. Hatte gestern hier online die angeblich letzte Hütte mit Propeller gebucht, was von der Angabe her völliger Schwachsinn war zu dieser Saisonzeit. Deshalb konnte ich sogar nach Verhandlungen eine bessere, größere AC-Hütte für fast den gleichen Preis bekommen. Die Bucht hier ist nett und ruhig. Am rechten Ende des Strandes gelegen at man einen schönen Überblick.




Supernettes Personal, nicht selbstverständlich, kümmert sich fast rührend um die wenigen Gäste. Ein ausgiebiger Spaziergang strandwärts und durchen zarten Ort zurück zeigt, hoer ist wirklich tote Buchse. Entweder sind die Locations noch geschlossen, wirken unbewirtschaftet oder sind so herunter gekommen, das man da nicht hausen will. Abends um 21.30 Uhr fällt in der Restauration meiner Unterkunft und den umliegenden der Hammer. Der Supermarkt hat angeblich bis 23 Uhr auf, wobei ich das in Zweifel ziehe.


Than Noi Yai Pan


Zum Sunset bin ich die Felsküste entlang zu einer kleinen Pagode hinauf geklettert und habe mir dort die Dauer eines Zeitraffers mit Dosenbier verkürzt. Als ich zurück war, blieb gerade noch Zeit für's Dinner und den Schnack mit ein paar Reisenden. Jamie und Steward, California und Rachel mit Tochter Rima, Tel Aviv/St. Petersburg. Alles irgendwie froh nicht allein am Tisch zu hocken.