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Montag, 18. November 2013

Loi Krathong

Chiang Mai gefällt mir richtig gut. Die Traveller Szene ist angenehm, das Angebot an Lokalen riesig und die Preise günstig. Ein Indikator dafür ist immer der Bierpreis. Während in Bangkok Sukhumvit das kleine 0,3 L Bier 100 Bath kostete gibt es hier das große 0,56 L für 90 Bath = 2.20 €. Das Kloster Doi Suthep liegt oberhalb von Chiang Mai 400 m höher in den Bergen und verspricht einen schönen Blick über die Stadt. Also Moped und Bärbel geschnappt und das Heiligtum an gesteuert. Leider habe ich mich dabei ziemlich verfranst. Wer meint Unna wäre schlimm mit seinen Einbahnstraßer, der schaue sich das hier bitte an.


Spass muss sein

























Eine 11 km lange Bergstrecke schlängelt sich hier mit gutem Asphalt 400 Hm hin auf. Das wäre sogar was zum Rennrad fahren. 2 Typen auf passablen Maschinen ächtzen in kleinem Gang hier hoch. Neid, wenn da nicht der dramatische Formverlust wäre. Da heute großes Volksfest "Loi Krathong" ist, hat sich wohl halb Thailand zu diesem Kloster auf gemacht. Es ist wahnsinnig voll um nicht zu sagen grausam. Da bleibt etwas vom Zauber dieses Ortes auf der Strecke.

Hunderte von schwimmenden Lichtern

























Um in kein Fettnäpfchen zu treten versuche ich wieder von offizieller Stelle eine Genehmigung zum Start zu bekommen. Es sieht erst ganz gut aus aber schließlich wird ablehnend beschieden. Der vielen Menschen wegen. Doch gerade dies wäre nicht das Problem gewesen, denn der Plan war lediglich außerhalb des Klosterbereichs zu fliegen und die balkonartige Lage des Doi Suthep über Chiang Mai dar zu stellen. Irgendwie hat man mich da entweder nicht richtig verstanden oder man war zu unsicher, wie Bärbel ein zu schätzen ist. Zu einem anderen Zeitpunkt gerne..., morgen bin ich ja wieder weg. Ok, nächstes Mal.

Laternenstart






Weshalb war ich doch noch gleich nach Chiang Mai gekommen, ach ja - Loi Krathong, Lichterfest bei Vollmond am 17.11. und der gigantische Massenstart der fliegenden Laternen. Um für den Abend zu planen wann am besten wo zu sein spreche ich mit meiner netten Guesthouse-Betreiberin und die sagt: "Christian, sorry for you. That was at University yesterday. Sorry, you should have asked me before!" Yesterday? Gestern? Ich fasse es nicht, die Studenten konnten es wohl nicht abwarten. Schluck, schei..e ! So isses eben, bleibt trotzdem eine riesen Fest entlang des Flusses mit unzähligen kleiner, brennender Flösschen als Danksagung. Nicht zu vergessen die unglaubliche Menge an Laternen, die den Himmel wie zusätzliche Sterne erleuchten und aufsteigen. Die Stimmung ist genial, relaxt und friedlich. 

Der Himmel voller Lichter, großartig !

Samstag, 16. November 2013

Mae Sa Wasserfall

Nach früher Bettruhe war ich heute bereits kurz nach 7 Uhr auf einem gemieteten Moped zum 24 km entfernten Mae Sa Wasserfall unterwegs um eventuell am selbigen ein paar Flugaufnahmen zu machen. Der frühe Start hat sich gelohnt, denn als ich nach ca. einer Stunde dort eintraf war ich ganz allein an dem sehenswerten Kaskaden. 10 an der Zahl gibt es dort. Meine Rennmaschine hat natürlich nicht zufällig die Nummer des ehemaligen Superbike Weltmeisters Valentino Rossi "46", das verpflichtet zu zügiger Fahrt ;-)


















Die Fliegerei gestaltet sich allerdings schwierig und ich habe länger überlegt, ob ich es mir zu traue unter tropischen Bäumen mit viel herunter hängenden Lianen zu fliegen. Dazu kam der Wassernebel an den Stufen des Falls, von dem ich nicht wusste, wie schnell er eventuell meine empfindliche Elektronik zur Strecke bringt. Um nicht unverrrichteter Dinge von Dannen zu ziehen habe ich es dann riskiert. 

Little Spider

























Beinahe übersehen hätte ich noch zwei gigantische Spinnennetze unweit des Weges in denen zwei handgroße, dünnbeinige Achtbeiner im Morgentau auf Beute lauerten. 

Klosterkinder















Als ich fertig war kamen auch passend die ersten Busse mit Koreanern an Board. Gute Planung. Anschließend wollte ich eigentlich ein nahes Elefantencamp besuchen, doch dieses entpuppte sich als Tourifalle in der die stolzen Tierchen zirkusmäßig vor geführt werden. Bin darauf hin auf blauen Dunst weiter in die Berge gefahren und kam nach einigen Kilometern an einem am Hang liegenden Kloster vorbei. Kurz entschlossen bog ich ab und fuhr bis in den Innenhof, wo Kinder tanzten und eine Festivität im Gange war. Volltreffer! Nach kurze Rücksprache mit dem Sprecher der Veranstaltung hatte ich Starterlaubnis für Bärbel und konnte losfliegen. Echt schön.

Start einer riesigen Heißluftladerne





















Da fliegt sie...























Freitag, 15. November 2013

Chiang Mai

Ab in den Norden, wo es ja kühler ist, wie man sagt. Ist es auch, genau 2°C denn wir haben hier nur 33° Grad statt der 35° in Bangkok, die hier überall mit gefühlten 41° angegeben werden. Chiang Mai ist eingebettet in hügelige Tropenwälder und wartet nicht mit ganz so viel Luftfeuchte auf. Angenehm, eine Jacke muss ich aber noch nicht überziehen. 
Chedi Luang
























Sammeltaxi vom Busbahnhof zu den Unterkünften






















Die 11 Stunden Busfahrt waren etwas zäh doch von Seiten des Busses besser als erwartet. Ursprünglich wollte ich die strecke ja im Schlafwagen eines Zuges absolvieren, Linie ist allerdings noch bis mindestens Anfang Dezember "under construction". Blieb also die Busalternative, deren Preis entsprechend der Nachfrage sprunghaft gestiegen ist. 28 € statt der sonst üblichen 12 €.  

Auch der Mönch ist heutzutage immer online


























Um 6:30 Uhr kam ich am vorbestellten Guesthouse "Yourhouse" an, konnte aber totmüde von der fahrt erst um 10 Uhr mein Zimmer beziehen. Da ich aufgrund der Saison und des bevorstehenden Lichterfestes Loi Krathong nich mehr die große Unterkunftsauswahl hatte, bin ich nun fast ausschließlich mit Franzosen und Holländern einquartiert. Man muss sie ja nicht lieben.

























Nach kleinem Schläfchen für den geschundenen Leib habe ich ein Rad gemietet um die Stadt etwas zu erkunden. Ich wohne innerhalb des mit einem Kanal abgegrenzten Altstdtbezirks. Alles hat überschaubare Dimensionen und es ist verhältnismäßig einfach, sich zurecht zu finden. Beim Besuch des Chedi Luang sind die obigen Bilder entstanden. Den späteren Nachmittag habe ich dann dem Bloggen gewidmet ;-)