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Donnerstag, 7. November 2013

Bangkok Biking

Vor Jahren hatte ich vor dieser Bangkok Biking Geschichte gelesen und mittlerweile auch schon andere begeistert, konnte die dann selber nie in die Tat umsetzten. Deshalb schon vor Wochen gebucht um den Umsetzungszwang zu erhöhen und die Sache von der "To Do Liste" streichen zu lönnen. Heute war dann der Kleingruppen-Trip mit dem Titel "Colors of Bangkok" angesagt.

Quer durch die halbe Stadt gestaltete sich die Anfahrt etwas schwierig, zumindest dann, wenn man auf Taxis verzichten wollte. Kurz vor knapp war ich aber rechtzeitig vor Ort und die Gruppe zusammen gewürfelt aus Deutschland, Holland, Canada und der Schweiz legte auf passablen Rädern los ein Bangkok abseits der normalen Touripfade zu entdecken.
Relaxter Slum-Dog


Beginnend mit Hauptstraßengewusel biegen wir zügig in ruhige Seitenstraßen und Hinterhöfe ab, um schließlich in Gassen von Wellblechhütten zu enden, die kaum mehr als Lenkerbreite haben. Wir sind in den Slums. Wer jetzt gleich an Verhältnisse wie in Rio denkt und glaubt hier herrschten Gangs und drohe Gefahr, liegt falsch. Wie so oft in Asien liegen hier zwei Welten und Lebensstände Wand an Wand. Die Nachbarschaft ist ein Wohnblock gehobenen Standards. Es funktioniert ohne Neid und Konflikte.

Bevor wir die Leute vom anderen Ufer besuchen haben wir noch Gelegenheit einen Blick in die Salzfabrik zu werfen. Leider heute ohne laufende Maschinen, da es heute erneut Demonstrationen gibt und man kurzfristig dicht gemacht hat. Einen einsamen Arbeiter habe ich aber dennoch erwischt.
Arbeiter im Salzwerk





Bangkok Biking hat zu jeder Tour eine Bildergalerie auf Facebook gestellt. Fotos die der Guide während des Ausflugs geschossen hat.
In den Kokosplantagen am "anderen Ufer"






















Dann war Seitenwechsel angesagt. Mit Booten in denen unsere siebenköpfige Gruppe gerade Platz fand überquerten wir den Fluss Chao Phraya, um in das andere Bangkok zu gelangen. Die Bikes bekommen ein eigenes Boot. Kaum 300 m Luftlinie trennen hier Welten und wir befinden uns im Dschungel unter Palmen, wo die Menschen im Sumpf in Stelzenhütten leben. Über Betonstege radelnd erleben wir Ruhe, Abgeschiedenheit und drückende Schwüle. es beginnt zu regnen, was aber nicht wirklich unangenehm ist. Der Besuch eines der ältesten Klöster Bangkok`s beendet den Part auf dieser Seite. Als wir unsere letzte Station erreichen dämmert es bereits. Wir stehen vor einem Mini Thai Boxing Gym, das sich in einer kleinen Nische direkt an einer Hauptstraße befindet. Ein Boxring in einer Bretterbude deren Rückwand eine Mischung aus buddhistischen Reliquien, Königsbildern und Boxtrophäen ist. Sehr skurril. Der Betreiber ist ein ehemaliger Weltmeister. Leider waren keine Aktivitäten zu beobachten.

Bangkok Biking, das waren 5 kurzweilige und abwechslungsreiche Stunden, die ich sehr empfehlen kann. Werde mir für das nächste Mal noch die anderen Touren im Angebot anschauen.

Mittwoch, 6. November 2013

Maeklong Train Market

Der Maeklong Train Market oder auch Umbrella Market genannt, ist ein einzigartiges Schauspiel in einem 85 km entfernten Ort am Golf von Thailand. Ein vier mal täglich verkehrender Provinzzug fährt dort mitten durch einen Markt, der auf den Gleisen statt findet. Viel darüber gelesen und der Tatsache bewusst, dass es sich wohl höchst wahrscheinlich nicht mehr um einen Insidertip handelt, habe ich mir ein Taxi gechartert, um das Unikum zu beleuchten.

Größere Kartenansicht

während des normalen Marktbetriebes





















Kaum angekommen nähert sich auch schon durch lautes Horn erkennbar, der Zug. Nach Fahrplan viel zu früh. Völlig unvorbereitet gelingen aber dennoch ein paar Bilder von den in der Tat außergewöhnlichen Aktivitäten auf und neben den Gleisen. Nur die Schienenbreite der Schmalspurbahn ist wärend des laufenden Marktes frei und fungiert als Kundenlaufsteg. Die Marktwaren, fast ausschließlich Gemüse, Fisch und Flesich, liegen bis an die Schienen heran. Alles ist mit markisenähnlichen Planen und Schirmen überdacht. Naht der Zug wird blitzschnell sämtliche Ware entweder bei Seite gepackt oder auf Rollbrettern aus dem Gefahrenbereich gezogen. Flaches Zeug bleibt einfach liegen. Gleichzeitig klappt man das Dachwerk ein. Das alles passiert keine 50 m vor dem Zug. Ist der Express durch, läuft die ganze Prozedur in umgekehrter Richtung ab.
Achtung Zug !

























Die zweieinhalb Stunden zwischen dem Überraschungszug und dem nächsten habe ich mir mit einem Besuch beim Barbier, Marktstudien und einem Flug über Bahnhof und Marktgelände vertreiben können. Eine lohnende Aktion, die zudem nicht annähernd so stark besucht war wie gedacht. Zwischen den Zugankünften habe ich zeitweilig keinen anderen Touristen gesehen.

Dienstag, 5. November 2013

Marathon-Tag

Der gestrige Tag war gut mit Aktivitäten gefüllt und mit einer Menge Latscherei verbunden. Selbst gewähltes Leid sozusagen. Eine morgendliche Moped-Tour zur Hualampong Railway Station zum Zweck des Ticketkaufs zur Weiterreise leitete den Tag ein. Ergebnis: die von mir erwählte Strecke ist bis mindestens Dezember geschlossen und ich musste auf eine Busverbindung umsatteln. Man ist ja flexibel. das schuldig gebliebene Bild vom Moped-Taxi liefere ich hiermit nach.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg















In überschaubarer Entfernung zum Bahnhof lockte China Town, das mit seinen quirligen Märkten immer wieder fasziniert. Nachdem ich so manche Gasse ausgemessen hatte beschloss ich für einen kleinen Erholungsstop per Moped zum Guesthouse zurück zu kehren und das Equipment zu wechseln. Den Vormittag über war ich mit der Kamera unterwegs und wollte in der zweiten Tageshäfte noch mit Bärbel an den Start gehen um am Golden Mount ein paar Runden zu fliegen. Aufgrund einer erneuten Demo, die einen großen Umweg mit egal welchem Verkehrsmittel bedeutet hätte und weil ich immer dachte "ach komm, bis da vorne läufst du noch", bin ich letztlich komplett gelaufen. Die Sicht war klasse aber auf einem Berg weht halt auch etwas mehr Wind. Fast zuviel und ich hatte Bedenken was einen Start betrifft. Versuch macht klug, kann aber auch teuer werden. Das Fluggerät taumelte widerspenstig im böigen Wind, ließ sich aber doch noch ganz gut kontrollieren. 
Golden Mount, Tempelberg in Mitten der Stadt

















Von dort oben erblickte ich in der Ferne das Kloster Wat Arun, das auch noch zu meinen geplanten Zielen gehörte. Kurz entschlossen entchied ich mich es auch noch an diesem späten Nachmittag zu besuchen. Der Plan war aber auf dem Fuss weg dorthin noch ein Moped auf zu gabeln, doch die Fahrer schienen alle schon Feierabend zu haben oder waren in einer gewerkschaftlich angeordneten Paue. Nix zu machen! So kam es, dass ich die nicht unerhebliche Strecke letztlich komplett perpedes absolviert habe. Am Arun Pier habe ich mir eine dauerhaft verkehrende Fähre geschnappt, über den Chao Phraya gesetzt und das bekannte Kloster am Flussufer lagt vor mir. 

Dann zickte Bärbel plötzlich und das für die Navigation als Anfänger so wichtige GPS schien ausgefallen zu sein. Nach zig Kalibrierungsversuchen und zwei Standortwechseln war dann alles ok und die Probleme schien auf einen ungünstigen Startort hin zu deuten. Der Wat ist ein beeindruckendes Bauwerk und in seiner Gestalt einmalig in Bangkok. Passend zu sich verabschiedenden Sonne konnte ich meine Runde drehen.
Wat Arun aus 87 m Höhe





















Am Ende wurde ich gestellt und musste die Frage "was ich denn da mache und ob es for business ist" beantworten. Mein Flug war von Verantwortlichen nicht unentdeckt geblieben und man war inklusive eines hochrangigen Mönchs der Meinung, das mein Tun an diesem heiligen Ort nicht wünschenswert ist. Nach einer förmlichen Entschuldigung und der Beteuerung es sei nicht "nicht for business", durfte ich unbehelligt abziehen. Nach der Fährrückfahrt habe ich dann doch noch einen Moped-Man gefunden, der bereit war, mich trotz des großen Flugkoffers zur Khaosan Road zu fahren. Nach Google Maps bin ich heute samt Bärbel-Koffer 16 km gelatscht. Fussmasage !!!



Montag, 4. November 2013

Die ersten Meter durch die Stadt

Den weiteren Tag habe ich geruhsam angehen lassen und schon mal erkundet, wo z.B. der Fähranleger zum Wat Arun liegt. Anschließend gab es einen Höllenritt per Motorrad-Taxi quer durch die Stadt. Wenn man starke Nerven hat ist dies auf jeden Fall die aller schnellste Art sich durch Bangkok zu bewegen. Die Suche nach meinem Driver gestaltete sich schwierig, da einige der Jungs doch sehr phantasievolle Preisvorstellungen für das Ziel hatten. Letztlich hat es aber dann eine Einigung gegeben und dem Ritt stand nichts mehr im Wege. Der Fahrer schien sichtlich stolz, mir den Schweis auf die Stirn getrieben zu haben.
Klong Taxi Boot



















Das Klong Taxi auf den Kanälen den (Abwasser-)Kanälen der Stadt ist ein praktisches Verkehrsmittel um einen gewissen Wegabschnitt zwischen Siam Square und National Monument zu bewältigen. Nur keinen Wasserspritzer ab bekommen. Gibt bei der Kloake wahrscheinlich sofort Weltraum-Herpes ;-)

Am Nachmittag auf dem Fußweg zurück zur Khaosan Road, geriet ich noch in eine Demonstration von Regierungsgegnern am National Monument. Ein Gespräch mit Leuten ergab, dass der Regierung Korruption und Misswirtschaft vorgeworfen wird. Wer hätte das gedacht...?
Demonstranten am National Monument



















































Zurück in meiner Wild Orchid Villa bot sich am Spätnachmittag noch die Gelegenheit bereits erwähnte Dachterrasse als Startplatz für einen Testflug über mein Viertel mit dem Kloster zu unternehmen. Wetter gut aber doch etwas windiger als gedacht. Ich empfinde es als super angenehm wie nie zuvor. 32° bei 65% Luftfeuchte sind klasse.
Wat Chana Sonkhram

Moloch Khaosan Road

Good morning Bangkok! Erste Erkenntnis, "Same Same, But Different", den Spruch dürfte jeder Asienreisende kennen. In meinem Fall gilt dies besonders für die ehemals relativ ruhige Nebenstraße Rambuttri Road in der mein Rambuttri Guesthouse liegt. Jede zweite Bar hat abends draußen Live-Musik und von ruhe kann keine rede mehr sein. Kurz entschlossen habe ich mich heute schon um 8 Uhr auf die Suche nach einer Alternative gemacht und bin mit der Wild Orchid Villa wenige hundert Meter weiter fündig geworden. Sachen packen, umziehen, wohlfühlen und dies für ein paar thailändische Bath weniger. Praktischer Nebeneffekt ist eine Dachterrasse mit Blick auf das nebenan liegende Kloster Wat Chana Sonkhram, somit also ein potentieller Startplatz für mein Fluggerät.

Sonntag, 3. November 2013

Dubai uns is noch Nacht...

Kannste alo beruhigt noch ein Bier Trinken, 7 Uhr. Die erste Etappe ist nach leichten Startproblemen geschafft und ich hänge in Dubai beim Zwischenstopp.
Das kann ja heiter werden auf den weiteren Flügen. Stress beim Einchecken. Hatte mich telefonisch bei Airline und Bundespolizei erkundigt und erfahren, dass die Akkus für mein Fluggerät nicht ins Handgepäck gehören. Beim Check In behauptete man jetzt genau das Gegenteil. Auf die Frage was denn passiert, wenn ich mit den Akkus nicht durch die Personenkontrolle komme hatte man keine Antwort. Letztlich bin ich in Begleitung einer Dame vom Check In zu einer gesonderten Gepäckkontrolle gegangen habe erzählt was drin ist während sie es durchleuchteten. Dann wurde ok gegeben. Was passiert auf den anderen Flügen ??? Oh man.

Samstag, 2. November 2013

Asien ich komme

Tja was soll ich sagen, es geht wieder los in bekannte Gefilde. Thailand und Kamdodscha stehen erneut auf dem Programm. Diesmal alleine, das heißt; nicht so ganz ;-)  Kermit, der kleine, grüne Freund dürfte vielen von den vergangenen Trips bekannt sein und Bärbel (meine Fotodrohne, DJI Phantom) werden mit dabei sein.

Aufgrund der neuen Möglichkeiten in Sachen Luftbildfotografie, werde ich einige mir bereits bekannte Orte erneut aufsuchen um Eindrücke aus neuer Perspektive zu sammeln. Ich denke es wird spannend und hoffe auf gute Flugbedingungen, wenig Ärger mit offiziellen Mächten und vor allen Dingen keinen Verlust oder Abstürze. Ausgangsbasis wird wie immer Bangkok sein, wo ich mich bereits im lieb gewonnenen Rambuttri Guesthouse nahe der Khao San Road im Backpackerviertel eingemietet habe.

There is lots to see. Let`s go.